Gottesdiensttermine

Hier ein paar erklärende Worte zur Gottesdienstgestaltung in der Kirchengemeinde Levern ab 2018.

Gottesdienste ab dem Jahr 2018

Unsere Kirchengemeinde hatte für lange Jahre zwei Pfarrstellen. Vor drei Jahren ging Thomas Horst in den Vorruhestand. Es kam die Pastorin Katrin Berger. Sie besetzte aber nicht die alte Pfarrstelle, sondern war hier zum Abschluss ihrer Ausbildung und wurde mit einem großen Fest ordiniert. Das heißt aber auch, sie hatte keine feste Stelle, und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder gehen müsste. Nun ist sie gegangen. Im November waren wir in Hamm und erlebten, wie sie in ihre neue Pfarrstelle an der Jugendkirche eingeführt wurde. Wir wünschen ihr Gottes Segen für ihre Arbeit.

Es wird niemand ihre Stelle übernehmen. Denn es ist auch niemand da, der zur Verfügung stünde. Wir gehen hinein in einen Pfarrermangel. Richtig groß wird er ab dem Jahr 2020, wenn in Westfalen jedes Jahr 100 Pfarrer in Rente gehen und nur zehn dazukommen. Die Kirche reagiert darauf mit einer Erhöhung der Menschen pro Gemeinde. Als ich im Jahr 2003 kam, hatte ich 2.200 Menschen in meiner Pfarrstelle. Nachdem Pfarrer Horst und Pfarrerin Berger weg sind, bleiben in der gesamten Gemeinde 2.850 Menschen, die es zu betreuen gibt. Das wird mehr und mehr die Normalität. Im nächsten Frühjahr wird Rahden die Zahl auf 3.050 erhöhen, nachdem Pfarrer Meiners in den Ruhestand gegangen ist. Wir sind also nicht die Ausnahme, sondern mitten drin in einem Geschehen, das die gesamte Kirche betrifft.

So hat sich das Presbyterium Levern hingesetzt und beraten, wie wir vor Ort darauf reagieren können, ganz konkret in unserer Gemeinde. Wir haben uns gefragt, wo wir in unserer Gemeinde stark sind und was besonders nachgefragt wird. Wir kamen zu dem Schluss, dass die Begleitung der Menschen das größte Arbeitsfeld in unserer Gemeinde ist. Auch die Begleitung, die Menschen durch Gottesdienste erfahren wie Konfirmationen, Jubelkonfirmationen, Tauferinnerung, Altenheimgottesdienste etc.

Dieses Arbeitsfeld wollen wir auf jeden Fall beibehalten und weiter ausgestalten. Doch was lassen wir weg, wenn nun auch noch Pfarrerin Berger nicht mehr da ist? Das Ergebnis können Sie an den Gottesdienstterminen in der Mitte dieses Gemeindebriefs ablesen. Ab Januar fehlt ein Gottesdienst im Monat. Ein Predigtgottesdienst pro Monat soll wegfallen, damit der Pfarrer Kraft und Luft hat für die vielen Aufgaben in einer Kirchengemeinde.

Nun ist es nicht so, dass wir sie an diesem Sonntag ohne Gottesdienst lassen. Es finden in der Region zumindest immer zwei andere Gottesdienste statt. Wenn am 28. Januar 2018 in Levern kein Gottesdienst gehalten wird, finden in Haldem und in Wehdem Gottesdienste statt, zu denen sie herzlich eingeladen sind. Natürlich bleibt die Stiftskirche sonntags geöffnet. Wenn sich Menschen finden, die eine Andacht (ohne Organistin, Küsterin und Pfarrer) abhalten wollen, steht ihnen die Kirche zur Verfügung.

Wir verstehen dies als einen Versuch. Wir greifen vor auf die Zeit, wenn in Stemwede noch drei Pfarrer für Gottesdienste und Kasualien wie Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zur Verfügung stehen. Durch unseren Vorstoß beginnt in den anderen drei Kirchengemeinden in Stemwede eine ähnlich gelagerte Diskussion. Im nächsten Jahr hoffen wir auf eine Beratung durch die Landeskirche hinsichtlich der Organisation von Kirchengemeinden in der Region Stemwede. Es gibt bei der Landeskirche speziell ausgebildete Menschen für das Thema Organisationsentwicklung. Wir in Levern hoffen auf Ihr Verständnis, Ihre Diskussionsbereitschaft und einen gemeinsamen Weg unter Gottes Segen in die Zukunft.

Ihr Pfarrer Finkeldey



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